1975 zerstörten große Brände 115 km² Wald in der Lüneburger Heide. Damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt, sollten Sie zwischen März und Oktober in Heide, Wald und Mooren nicht rauchen und offene Feuer nur an den ausgewiesenen Grillplätzen entfachen. Achten Sie darauf, Autos mit Katalysator in Trockenzeiten nur abgekühlt auf Wiesen und Rasenflächen zu parken.
In Naturschutzgebieten darf die Heide überhaupt nicht gepflückt werden, außerhalb nur in Form eines kleinen Sträußchens und auf keinen Fall zu gewerblichen Zwecken. Am besten verzichten Sie ganz darauf und kaufen lieber Topfpflanzen, die ja auch viel länger Freude bereiten.
In manchen Urlaubsorten bieten Busunternehmen Tagesfahrten nach Helgoland an. Wer daran teilnimmt, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass er sich auf eine Gewalttour einlässt: Früh geht es los, spät kommt man zurück. Die Nordsee ist manchmal recht bewegt - und auf der Insel bleibt nur wenig Zeit, sich umzusehen. Vielleicht verschieben Sie solch einen Ausflug besser auf einen späteren Urlaub direkt an der See.
Vorsicht - auf den öffentlich befahrbaren Straßen durch die Truppenübungsplätze preschen manchmal Panzer aus dem Wald!
Alle Anstrengungen der Naturschützer sind vergeblich, wenn die Besucher der Naturschutzgebiete sich nicht an Regeln und Vorschriften halten. Die ausgewiesenen Wege dürfen nicht verlassen werden, Betretungsverbote sind zu beachten. Hundebesitzer sind besonders gefordert, denn allein schon Hundegebell kann Vögel bei der Brut gewaltig stören.
Kreuzottern und Schlingnattern kommen auf geschützten Heideflächen und in Mooren zwar noch relativ häufig vor, sollten aber niemandem Angst einjagen. Die Schling- bzw. Glattnatter ist ungiftig - und die bis zu 80 cm lange Kreuzotter verkriecht sich tagsüber ohnehin am liebsten in schattigen Verstecken. Ab Oktober lassen sich die Reptilien zur Winterruhe nieder; ihre Paarungszeit beginnt dann wieder im Mai.


