Einkaufen in Düsseldorf kann schwierig sein, und das selbstredend nicht wegen der geringen Möglichkeiten, sondern weil im Gegenteil ein Überangebot an Luxus deutlich macht, was »Qual der Wahl« bedeutet. Das betrifft vor allem den Modesektor. Einige deutsche Topdesigner kommen aus Düsseldorf oder haben es hier zu etwas gebracht. Namen wie Toni Gard, Ursula Conzen, Beatrice Hympendahl und Uta Raasch sind längst nicht die einzigen, auch Firmen wie Tristano Onofri prägen den Ruf der Stadt. Die mehrmals jährlich stattfindenden Schuh-, Mode- und Beautymessen tragen dazu bei, dass Düsseldorf als Welthauptstadt des Geschäfts mit der Mode gilt.
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Etliche schöne Antiquariate, die zum Teil auf bestimmte Themenbereiche spezialisiert sind, gibt es auf der Bilker Allee. Hier lohnt sich für Interessierte ein Bummel. Die meisten öffnen ab 11 Uhr.
- Heinrich-Heine-Antiquariat
Sehr schöner Laden in einer ruhigeren Straße in der Altstadt. Natürlich Heine-Ausgaben, aber auch andere Klassiker und geisteswissenschaftliche Literatur.
Citadellstr. 9
- Stern-Verlag
Zum großen Literaturkaufhaus gehört auch eine ganze Etage mit alten Büchern, vom Taschenbuch aus den 60er-Jahren bis zu teuren Folianten, die schon ein paar hundert Jahre auf dem Buckel haben.
Friedrichstr. 24
Antiquitäten
Für Kenner ist das Antiquitätenviertel in der Karlstadt eine Versuchung, der sich nur standhafte Charaktere entziehen können. Die Karlstadt, das Gebiet südlich des Carlsplatzes, ist das Viertel der Antiquitätengeschäfte. Hier sind auf engem Raum zahlreiche Läden zu finden, einer verführerischer als der andere.
- Auktionshaus Kö 76
Hier finden täglich Versteigerungen von Teppichen, Silber, Kleinmöbeln und Porzellan statt. Angeboten werden auch preiswerte Sachen, sodass auch Unerfahrene bisweilen etwas wagen können.
Königsallee 76
- Flohmarkt
Wenn Sie stöbern wollen, sind Sie hier an der richtigen Adresse. Diese Fundgrube für Trödelfreunde liegt in einem Hinterhof, zu dem man über die Stichstraße Ratinger Mauer gelangt.
Ratinger Str. 43
- Galerie Classic Art Deco
Wie der Name schon sagt: exquisite Möbel und Objekte.
Bilker Str. 8
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Für Sammler sehr interessant ist auch die reiche Galerienlandschaft; viele Galerien sind mit ihren Angeboten nicht weit von den schon etablierten Werken in der Kunstsammlung entfernt.
- Konrad Fischer
Konrad Fischer studierte zusammen mit Gerhard Richter und Sigmar Polke an der Akademie, vom berühmten Alfred Schmela wurde er zum Wechsel ins Galeristendasein animiert. Er begann mit avantgardistischen Skulpturen, die Maler kamen später hinzu. Bei Fischer findet sich nahezu alles, was in der Minimal-, Concept- und Land-Art wichtig ist.
Platanenstr. 7
- Gmyrek
Wolfgang Gmyrek zeigt vor allem gegenständliche Malerei mit Schwerpunkt auf den Berliner Jungen Wilden und ihren »Vätern«, der Neuen Figuration. In seinem neuen Galeriehaus in enger Nachbarschaft zur Kunstakademie vertritt er K. H. Hödicke, Konrad Klapheck, Markus Lüpertz, Norbert Tadeusz und Bernd Zimmer.
Mühlengasse 5
- Hans Mayer
Hans Mayer gehört zu den wichtigsten Galeristen in Düsseldorf. Sein Spektrum umfasst verschiedene Strömungen der internationalen Malerei und Bildhauerei. Auf der Liste seiner Künstler stehen u. a. Willem de Kooning, Imi Knoebel, Nam June Paik, Keith Haring, Günter Uecker.
Grabbeplatz 2
- Paffrath
Die Galerie ist schon in der fünften Generation eng mit der Düsseldorfer Malerschule verbunden. Johann Baptiste Paffrath baute zunächst als Schreiner die Kisten für den Versand von Gemälden, seit den 60er-Jahren des 19. Jhs. handelte er auch mit Bildern. Bei Paffrath sind Künstler wie die Brüder Achenbach und Max Clarenbach zu finden.
Königsallee 46
- Remmert & Barth
Einer der Inhaber, Peter Barth, ist Sohn des bekannten neusachlichen Malers Karl Barth, sodass es für das Spezialgebiet dieser Galerie eine biografische Erklärung gibt. Das schöne alte Bürgerhaus mit Gewölbekeller ist die beste Adresse für moderne deutsche Kunst der ersten Hälfte des 20. Jhs., für die Maler des Jungen Rheinlands, des Expressionismus und des magischen Realismus.
Mühlenstr. 1
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Haupteinkaufsmeile für den gehobenen Geschmack und den leistungsfähigen Geldbeutel ist natürlich die Königsallee (Kö) mit ihren Seitenstraßen. Hier finden Sie alles, was international Rang und Namen hat: Armani, Escada, Bogner, Yves Saint-Laurent, Cartier, Nino Cerruti, Umberto Ginochietti, Max Mara usw. usf. Toni Gard und Jil Sander verkaufen in exklusiven Boutiquen ihre Kollektionen, ebenso der Düsseldorfer Modezar Eickhoff. Chanel ist auf der Düsseldorfer Luxusmeile mit dem bestsortierten Geschäft nach dem Stammhaus in Paris vertreten. Eine besonders dichte Konzentration an Geschäften auf der eh schon dicht besiedelten Kö sind die verschiedenen Knotenpunkte um die Innenhöfe herum.
Größte dieser Einkaufspassagen ist die Kö-Galerie; sternförmig laufen hier verschiedene Ladenstraßen mit mehreren Stockwerken, Malls genannt, auf einen Mittelpunkt zu, das Forum, in dem Cafés und Restaurants den erschöpften Kunden wieder aufpäppeln. Auf der westlichen Seite der Kö, der »stillen Kö«, befinden sich die Trinkaus-Galerie und das WZ-Center.
Die Geschäftsausläufer der berühmten Prachtmeile reichen bis in die Altstadt. Doch gerade in der Altstadt gibt es neben den zum Teil sehr teuren Läden zahlreiche preiswerte Boutiquen und kleine Lädchen, in denen man auch für weniger Geld Einiges findet. Günstiger als die Kö ist auch die Schadowstraße mit der Schadow-Passage und den Schadow-Arkaden. Über 150 Geschäfte mit rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr machen sie zur Straße mit dem höchsten Einzelhändlerumsatz in der Bundesrepublik.
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- Aachener Platz
Das ist noch ein richtiger Trödelmarkt mit jeder Menge nützlichem und beinahe noch mehr unnützem Kram. Von gebrauchten Nägeln bis zu alten Klamotten und Barockschränken findet man auf dem großen Areal am Südring alles, was das Herz begehrt. Hier kann man durchaus ein Schnäppchen machen.
Sa 9-14 Uhr, Aachener Platz
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- Bonnie
Verrückte junge Mode von bekannten Designern. Auch Schuhe und Kinderkleidung.
Hohe Str. 12
- Carmona Moda España
Damenmode und Herrenbekleidung von hier zu Lande noch kaum bekannten spanischen Couturiers. Die freundliche Beratung bei einem Glas katalanischen Sekt ist gratis.
Königsallee 27
- Check out
Alle großen Designer, nur für Damen.
Blücherstr. 24
- Drugstore
Großstadtmode für junge Männer mit Vorliebe für schwarze Outfits.
Flinger Str. 10
- Ela
Ein Feuerwerk origineller Modephantasien: Hier werden die individuellen, bisweilen ausgefallenen Kreationen junger Couturiers aus Düsseldorf sowie aus Deutschland und ganz Europa angeboten. Gelegentlich überrascht Ela mit Ausstellungen internationaler Designergruppen.
Fürstenplatz 5
- Ern
Maßschneider für klassisch-anspruchsvolle Herrenhemden.
Königsallee 94
- Heinemann
Elegantes und nicht gerade preiswertes Modehaus für Sie und Ihn.
Königsallee 18
- Hermès
Konservativ-gediegen und gegenüber allen kurzlebigen Modeschwankungen immun - nicht nur die »Kelly Bag« ist legendär.
Königsallee 10
- Norman Icking
Im Outfit des Designers Norman Icking lassen sich die jungen Erfolgreichen Düsseldorfs besonders gern blicken, und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit. Seine Sachen sind so dezent sexy, dass man darin auch ins Büro gehen kann.
Kasernenstr. 10
- Jades
Wer Glitter und Glamour liebt, findet in diesem Modetempel garantiert ein schönes Designerstück. Bei ständig wechselnden Schaufensterdekorationen macht auch das Windowshopping Spaß. Und wer noch nicht genug hat, besucht am besten gleich More Jades direkt um die Ecke.
Heinrich-Heine-Allee 53, und Breite Str. 1
- Lisa
Freche, ausgefallene junge Mode. Bei Messen steht hier die nationale und internationale Konkurrenz und fotografiert Modelle und Dekoration zwecks Nachahmung zu Hause.
Trinkaus-Galerie, Königsallee 23
- Peter O. Mahler
Schöne, raffiniert schlichte Schnitte.
Bastionstr. 33
- Cornelia Millack
Pret-à-porter-Laden der Prominentenschneiderin mit eigenem Atelier. Legere, alterslose Schnitte zu erschwinglichen Preisen.
Blumenstr. 11-15
- Lila Moden
Luxus aus erster und zweiter Hand bietet der Laden in der Karlstadt mit Jil Sander, Montana und anderen.
Friedrichstr. 61 b
- Mae's
Hochwertige Damenmode, nur Designernamen.
Cheruskerstr. 56
- Mode & Art
Klassisch, ausgefallen, edel - auf die zum Teil handgefertigten Modelle in Friedrich Huppertz' Boutique treffen diese drei Merkmale gleichermaßen zu. Wirklich eine Kunst!
Hohe Str. 6
- Barbara Ott
Junge, puristische Damenmode - das Richtige, wenn man teures Understatement liebt.
Obere Kö-Galerie, Königsallee 60
- Ritterskamp
Hochwertige internationale Designermode für Damen und Herren, von Lagerfeld bis Calvin Klein.
WZ-Center, Königsallee 27-31
- Rundholz
Mode, die extravagant und zeitlos zugleich ist. Die Kollektionen, präsentiert in einem puristisch eingerichteten Laden, zeichnen sich durch ausgefallene Schnitte und exquisite Materialien aus. Manchmal braucht frau ein bisschen Mut, aber die Käuferin dieser Mode kann gewiss sein, dass sie erstklassiges Design trägt.
Hohe Str. 16
- Stock International
Herbert Stock mutet seinen Kunden keine Extravaganzen zu. Gediegene Herren finden hier das Richtige für Büro und Freizeit.
Königsallee 82
- Zarah
Ausgefallene und teure Designermode, unter anderem von Ozbek, Helmut Lang und Gaultier junior.
Carlsplatz 4
Accessoires
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- Art Accessoires
Eine Schatztruhe in der Altstadt mit Designerschmuck, Modeschmuck und anderem Zierrat - Hauptsache, es fällt auf und liegt im Trend. Und egal, was man hier kauft - bei diesen Preisen wird man nichts bereuen.
Flinger Str. 23
- Blome
Ein Uhrenspezialist, der noble, limitierte Kollektionen, Seltenes und Sportliches führt - Uhren eben, von denen sich nicht nur die Zeit ablesen lässt.
Königsallee 30
- Bulgari
Eine von lediglich drei Niederlassungen in Deutschland mit dem weltberühmten Schmuck, für den man tief ins Portemonnaie greifen muss.
Königsallee 21-23
- René Kern
Ein alteingesessener Düsseldorfer Juwelier der oberen Klasse. Führt u. a. goldene Füllfederhalter. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Bank!
Königsallee 26
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- Otto Bittner
In der Konditorei Bittner am Carlsplatz gibt es Radschläger, das Wahrzeichen von Düsseldorf, aus Marzipan oder Schokolade. Da man sie kaum mehr in natura erlebt, ist das wenigstens ein süßer Ersatz.
Carlsplatz 20
- Fringe & Family
Das Motto ist: Dinge zum Wohlfühlen. Und das bedeutet bei den ehemaligen Modeleuten, die mal was ganz anderes machen wollten, Handgemachtes von der Pasta über Textilien bis zum Himmelbett: italienische Delikatessen, französisches Steingut, Textiles aus Mexiko und Afghanistan und ein wenig Kunst - fast alles wunderschön.
Hohe Str. 45
- Gewürzhaus
Hier gibt's die »ächten« Mostertpöttchen. Für Nichtrheinländer: Das heißt Senftöpfchen. Mit Mostert ist aber nicht der Löwensenf gemeint, der mittlerweile Weltruhm erlangt hat, sondern der »richtige« Düsseldorfer Senf. Er wird lose oder in schönen Steinguttöpfen verkauft, die alle den Düsseldorfer Anker und die Buchstaben ABB tragen, die Initialen des Namensgebers Adam Bernhard Bergrath. Seit 1781 wurde die Fabrik von der Familie geführt; hergestellt wurde der Senf aber in der ersten deutschen Senffabrik bereits seit 1726. Cornelius Bergrath, der Kastellan des Schlosses, hat dann das streng gehütete Rezept geerbt. Mittlerweile wird der Senf unter der Regie des Senfimperiums Düsseldorfer Löwensenf GmbH hergestellt.
Mertensgasse 25
- Hundestolz
Hier dreht sich alles um des Menschen liebstes Haustier, und es gibt nichts, was es nicht gibt: ausgefallene Halsbänder, exklusive Taschen für Hunde und mit Hunden drauf, jede Menge Spielsachen und allerlei verrückten Schnickschnack. Kurzum: Hundestolz ist ein Paradies für Vier- und Zweibeiner!
Bilker Straße 18
- Killepitsch
Ein uriger, kleiner Laden im Herzen der Altstadt verkauft Alkohol der besonderen Art, nämlich den Killepitsch, eine Düsseldorfer Spezialität. Es handelt sich bei dem Gebräu um einen Kräuterlikör, der nach einem Geheimrezept hergestellt wird. Nebenan im »Kabüffke«, was so viel wie ärmliche kleine Kammer bedeutet, aber in diesem Fall eine gemütliche Kneipe ist, kann man vor dem Kauf ein Gläschen probieren. Aber Achtung: Ein Killepitsch ist hier immer gleich ein Doppelter.
Flinger Str. 1
- Wolf Schäfer, Living Art
Alles, was Spaß macht oder aus dem Rahmen fällt - z. B. Besteck aus dem Orient-Express. Wer etwas wirklich Ausgefallenes sucht, dem wird hier garantiert aus der Klemme geholfen.
Bastionstr. 10
- Sevens
Über 60 exklusive Geschäfte auf sieben Ebenen unter einem Dach: Ob Multimedia, junge Mode, Wohnraumdesign oder Accessoires - in diesem Konsumtempel der Superlative wird jeder fündig. Viel Zeit - und Geld - sollte man mitbringen.
Königsallee 56
- Stilwerk
Schon die Architektur dieses neuen Trendtempels für gediegene Inneneinrichtung mit seinem weiten, ellipsenförmigen Atrium ist ein Erlebnis. So edel wie das Glas- und Stahlgehäuse ist auch das Angebot der 43 Geschäfte unter dem Dach des Stilwerks: die jüngsten Designervorschläge zum Thema Wohnen und Ambiente, ergänzt um Designausstellungen im Stilwerk-Forum.
Grünstr. 15
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- Achill
Eine Topadresse im Viertel für das Gute, Edle und Wahre rund um die Hohe Straße. In diesem Schuhtempel gibt es überwiegend Handgefertigtes für Leute, die sich auch sonst mal was gönnen.
Bastionstr. 13
- Anena
Klassisch-hochwertige Schuhe, deren Design jedoch durchaus mal über die Stränge schlagen kann. Modelle von Jil Sander, Vivier und anderen.
Kö-Center, Königsallee 30
- Brooker
Schuhe, die nicht auf leisen Sohlen daherkommen, z. B. von Gianni Versace, und ausgefallener Modeschmuck. Aber auch handgenähte englische Herrenschuhe. And see to it that you have enough money with you!
Bahnstr. 16
- Walter Steiger
Der Pariser Modeschöpfer bietet feinste Schuhe in allerbester Verarbeitung für Damen und Herren. Deren Preise reißen allerdings merkliche Löcher in den Einkaufsetat. Zum jeweiligen Saisonende gibt es jedoch sehr günstige Sonderangebote.
Kö-Galerie
© Marco Polo