Der Garten Eden liegt in der Pfalz

Der Wein ist die Seele der Pfalz! Entlang der Weinstraße wird sie sichtbar - ein Anblick, der sich für immer festsetzt: ein schier endloses, sanft geschwungenes Rebenmeer, im Westen gerahmt von Bergen und Burgen des Pfälzerwalds, im Osten vom blauen Dunstband der Oberrheinischen Tiefebene. Aus den Senken der Weingärten ragen vereinzelt Kirchtürme wie stille Ausrufezeichen auf. Zu jeder Jahreszeit gestaltet sich dieses Bild auf besondere Weise. Im Frühjahr sind Weinberge und Wege übersät von den weißen und blassrosa Tupfen blühender Mandelbäume. In der Sommerhitze flirren die Konturen uralter Dörfer und Gehöfte zwischen dem dunklen Grün des Walds und den helleren Farbtönen der Rebenblätter; die Luft ist dann schwer von den Düften von Majoran und wilden Rosen. Der Herbst ist die königliche Zeit: Wald und Weinlaub leuchten wie ein sorgfältig komponiertes Gemälde in allen erdenklichen Farbschattierungen von Hellgelb bis Tiefrot. Die Luft duftet nun schwer nach Wein, nach süßem Traubenmost und seiner prickelnden Gärung. Im Raureif des Winters erstarren Tausende von Rebzeilen zu einem gigantischen geometrischen Muster - ein Bild von faszinierender Ästhetik.

© Marco Polo