In Österreich steht auch beim Einkaufen die sinnliche Komponente im Vordergrund.
Wer sich beim Einkaufen auf das beschränkt, was Österreichs Handwerkskunst und Landwirtschaft herstellen, wird hoch zufrieden sein. Und wer Süßes liebt, fühlt sich ohnedies stets verführt.
Hübsche Stoffe, Trachtenkleider und Dirndl samt Accessoires bieten in großer Auswahl die jeweiligen Heimatwerke und Spezialgeschäfte wie Lanz in Salzburg, Gexi Tostmann in Wien oder Gössl in Graz an. Für den Herrn ist es obligat, dass die Krachlederne maßgeschneidert wird. In Bad Aussee fertigt die Stoffdruckerei Sekyra Handdrucke mit alten Modeln an.
Die burgenländische Töpfereiund Keramiktradition bietet kostbare Einzelstücke in zeitlosem Design ebenso wie Handfestes für den täglichen Gebrauch. In der Gmundner Keramikmanufaktur gibt es fabrikneue Zweite-Wahl-Ware zu kaufen. Die Tiroler Glasmanufakturen Swarovski in Wattens und Riedel in Kufstein, jeweils mit Läden in Innsbruck, produzieren Hochkarätiges und feine Trinkgläser.
Wer durch die inneren Bezirke in Wien schlendert, wird den unzähligen Antiquitäten- und Trödelgeschäften nicht widerstehen können. Ähnlich ergeht es Salzburg-Besuchern, deren Geldbörse aber mehr strapaziert wird. Flohmarktliebhaber halten sich den Samstagvormittag frei, um auf dem Wiener Flohmarkt an der Wienzeile zu stöbern. Das lohnt sich auch auf dem Flohmarkt auf der Esplanade in Bad Ischl (jeden 1. Sa im Monat).
Österreich wird aufgrund seiner naturnahen Landwirtschaft und der vielen regionalen Spezialitäten zu Recht als der kommende Feinkostladen Europas beschrieben. Die Wachauer Marille wie der Marchfelder Spargel, der Tiroler Graukäse ebenso wie der Vorarlberger Bergkäse oder das Steirische Kernöl zählen zu den exklusivsten Produkten. Sie sind auf den vielen Bauernmärkten (meist Sa/So), dem Josefsmarkt in Graz (tgl.) und auf dem Schrannenmarkt in Salzburg (Do) zu finden. Ein Gang über den Wiener Naschmarkt ist ohnedies ein Muss für jeden Wien-Besucher.
Bleibt noch, auf die edlen Tropfen und auf die Hochprozentigen hinzuweisen. Und wer es versäumt, sich den Geschmack einer handgemachten Mozartkugel oder eines Stücks Sachertorte auf der Zunge zergehen zu lassen, ist selbst schuld.


