Ja, die Reeperbahn ist Hamburgs Amüsiermeile Nummer eins. Und ja, Sie können Ihre 18-jährige Tochter mit Freunden dort in den Wochenendnächten flanieren lassen. Trotzdem: Ein bisschen Vorsicht kann nie schaden, zumal es in jüngster Zeit zu manchmal brutalen Übergriffen gekommen ist. Meiden Sie nachts jeden Streit, jede Rempelei und die kleinen, dunklen Nebenstraßen, vor allem, wenn Sie allein sind.
In der Hafenstadt Hamburg wird einiges umgeschlagen. Harte Drogen gehören auch dazu. In Ihrem eigenen Interesse: Finger weg!
Ausgang Kirchenallee: notorischer Treffpunkt von Dealern, Strichern und anderen finsteren Gestalten. Stehen Sie hier nicht allzu arglos herum und passen Sie auf Ihre Siebensachen auf!
Reden Sie so, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist, aber versuchen Sie um Gottes willen nicht Plattdütsch oder Missingsch. Sagen Sie also Guten Tag oder Grüß Gott, und lassen Sie das Moin oder gar Moin Moin weg, falls Sie aus Regensburg sind.
Fahren Sie morgens zwischen sieben und neun oder abends zwischen fünf und sieben Uhr nicht mit dem Auto durch die Innenstadt. Auch nicht durch den Elbtunnel. Oder auf irgendeine der Ausfallstraßen. Die Staus werden von Jahr zu Jahr schlimmer, und wenn es dann noch regnet, kracht es meistens schnell.
Und wenn die Sonne noch so heiß brennen sollte: In der City trägt der Herr keine kurzen Hosen. Mit einem blitzenden Goldkettchen, dicker Rolexuhr, offenem Hemd und solarienbraunem Teint wird man Sie unverzüglich ins Ludenmilieu einreihen. Mit dezentem Kostüm oder blauem Blazer zur grauen Hose gehen Sie dagegen rein äußerlich fast schon als Hanseat durch.
Ja, Hamburg ist teuer. Jede Großstadt ist teuer. Jammern Sie deshalb nicht, wenn der Cappuccino mal vier Euro kostet. Natürlich ist er in der Provinz billiger - aber was wollen Sie da?


