Verglichen mit anderen Großstädten ist Hamburg arm an bedeutenden Museen. Königliche oder fürstliche Sammlungen hat es hier nie gegeben, und die ehrbaren Kaufleute hatten anderes zu tun, als ihr Geld in die Kunst zu stecken. Und auch der Senat war von eh und je der Überzeugung, Kulturpolitik sei eher überflüssig und Kunst eine Sache für Privatleute. Vieles hat sich gebessert, auch dank gewünschter und erfolgter Privatinitiative. Einiges liegt immer noch im Argen. Die viel beschworene Kunstmeile zwischen der Galerie der Gegenwart und den Deichtorhallen zeigt Ansätze: Am Klosterwall haben sich einige Galerien, das Kunsthaus, der Kunstverein und die Freie Akademie der Künste etabliert.
Hilfreich für Touristen ist der Museumsdienst. Er vermittelt Gruppen- und Einzelführungen, informiert über Sonderveranstaltungen und Kinderprogramme. In fast allen Häuser gibt es Kinder- bzw. Familienermäßigungen.
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Hauptattraktionen sind Galionsfiguren alter Großsegler und große Schiffsmodelle. Die Kunstsammlung umfasst norddeutsche Landschaftsmalereien vom 18. Jh. bis in die Moderne. Für Kinder: origineller Nachbau eines alten Spielzeugladens. Eine im Museum original aufgebaute Vierländer Kate, die 1745 im Obst- und Gemüseanbaugebiet Vierlande südöstlich von Hamburg errichtet wurde, dient heute als Caférestaurant.
Das von der Zeit-Stiftung getragene Museum ist ein echter Publikumsmagnet geworden. Und das ist nachvollziehbar: Die Ausstellungen sind stets gelungen. Im Keller gibt es ein Café, dort ist auch immer ein Teil der Ausstellung kostenlos zu sehen.
Ehemaliger Stückgutfrachter, 1962 in Dienst gestellt, Mitte der 1980er-Jahre vor der Verschrottung gerettet und als Museumsschiff restauriert, mit Restaurant an Bord. Eindrucksvoll ist der Maschinenraum.
In den einstigen Großmarkthallen ist heute internationale Kunst zu sehen. In der nördlichen Halle wechselnde Ausstellungen, in der südlichen die Fotoausstellung.
Hier gibt's viel Kurioses für die ganze Familie zu sehen: Vom Schmuggelversteck über beschlagnahmte Kuriositäten bis zur historischen Zöllneruniform.
Schöne Sammlung des verstorbenen Mäzens Hermann F. Reemtsma im Jenischpark: Druckgrafik und Plastiken von Ernst Barlach.
Die Kunst der Horizontalen: pikant bis peinlich, aber (fast) immer erotisch. Die Räumlichkeiten sind zumindest bemerkenswert, die Buchhandlung im Haus ist eine Fundgrube.
Immerhin, den HSV gibt es seit 1887. Aber auch Fans anderer Vereine werden hier glücklich: zum Beispiel beim Betrachten des Umkleideschranks von Franz Beckenbauer.
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Wichtigstes Hamburger Museum. Vom 1817 gegründeten Kunstverein ins Leben gerufen und vom ersten Direktor Alfred Lichtwark zu nationaler Bedeutung geführte Malerei-Sammlung. Gezeigt werden die Alten Meister; von ihnen führt der Weg lückenlos durch die Kunstgeschichte bis in die Gegenwart.
Vom Café Liebermann führt ein unterirdischer Gang in den Neubau, wo Stararchitekt Oswald Matthias Ungers seiner Liebe zum Quadrat freien Lauf gelassen hat. Hier hat die Galerie der Gegenwart einen passenden Rahmen gefunden: Pop-Art und Joseph Beuys, Julian Schnabel, Jeff Koons, Georg Baselitz, Gerhard Richter u. a.; national wie international sind alle bedeutenden Namen vertreten. Wechselnde Ausstellungen zeigt das angeschlossene Hubertus-Wald-Forum. Seit Februar 2006 hat die Kunsthalle mit Hubertus Gaßner einen neuen Direktor, der voller Elan und mit vielen Plänen für große Ausstellungen und Umbauten an seine Aufgabe herangeht. Wunderbar ist die Kinderzeit (Sa 14-17 Uhr): Der Nachwuchs bastelt, knetet, schnitzt unter fachkundiger Aufsicht, die Erzeuger genießen in Ruhe die Kunst.
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Was die Überseefahrer alles von ihren Reisen mitbrachten, ergab den Grundstock für dieses Exotenmuseum, das 2004 sein 125-jähriges Bestehen feierte. Sehenswert ist die Südseeabteilung mit einem Versammlungshaus der Maori. Jeden Donnerstag kommen Tangofreunde zum Zug und dürfen sich im Foyer austoben - unter Südamerikafreunden und Latinotänzern längst eine Institution. Bis 2007 wird das Haus stufenweise renoviert.
Archäologisches Museum für die Frühgeschichte des Hamburger Raumes und die Geschichte Harburgs. Schöne Sonderausstellungen.
Engagiertes Hamburger Museumsprojekt in den Gebäuden der ehemaligen »New York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie«. Der harte Arbeitsalltag im Industriezeitalter steht im Mittelpunkt. Besonders lehrreich die »Druckerwerkstatt«, vor allem für Kinder, Mitmachen ist nämlich erlaubt. Außerdem Stadtrundgänge.
Das Museum hat zwei Außenstellen: das im Aufbau befindliche Hafenmuseum am Hansahöft auf der Veddel mit alten Barkassen und einem Schwimmkran sowie das auf dem Lagerboden eines alten Speicherschuppens beheimatete Speicherstadt-Museum.
Einer der schönsten Hamburger Museumsbauten, 1922 von Fritz Schumacher erbaut. Modelle von der Hammaburg bis zur Gegenwart. Lehrreich das Modell des Doms, den die Hamburger während der Franzosenbesatzung 1806/07 abgerissen haben. Dokumente zur Kultur des Bürgertums, Kaufmannsdiele und Wohnzimmer, Hafenmodelle. Beliebt ist die große Eisenbahnanlage. Für Kulturmüde gibt's das Café Fees im glasüberdachten Innenhof.
Vom Wattläufer bis zum Internet alles über die Geschichte des Fernmeldewesens. Eine Einrichtung der Museumsstiftung der Post und daher passend untergebracht im alten Telegrafenamt von 1882. Gut geeignet für Kinder, weil es viel interaktiven Spielkram gibt: z. B. Rohrpostbriefe selbst verschicken.
1877 unter seinem ersten Direktor Justus Brinckmann eröffnet mit der Zielsetzung, die »Anschauung der besten Hervorbringungen aller Zeiten und Länder« zu fördern. Japanisches Handwerk und bäuerliche Kultur der Vierlande gehörten von Anfang an gleichberechtigt zusammen. Ganz wunderbar sind die Jugendstilabteilung mit dem »Pariser Salon«, erworben auf der Weltausstellung 1900, und der Schümann-Flügel mit Mode und Design des 21. Jhs. Einen Imbiss gibt's in der Destille.
Das älteste Wachsfigurenkabinett Deutschlands, seit über 125 Jahren an der Reeperbahn. Von Napoleon bis Harry Potter sind sie hier alle verewigt.
Historische Dreimastbark von 1896 an den Landungsbrücken. Die Masten sind 53 m hoch. Mit der Segelfläche von maximal 3500 m² konnten 3000 t Fracht befördert werden. Original eingerichtete Kabinen, mit Kombüse und Seemannsklo. An Bord ein Restaurant. Seit Januar 2006 offizielle Schiffspoststelle - schicken Sie doch mal eine Ansichtskarte!
Kleines Gewürzmuseum, dem Thema angemessen untergebracht auf einer Lagerhausetage in der Speicherstadt.
Gnus, Tiger, Katzen und die NDR-Antja, wenn auch ausgestopft, direkt vor der Nase und (fast) zum Anfassen. Klasse für Kinder.
© Marco Polo