Steigenberger Hotel Hamburg
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  • Altes Land
  • Altes Land

Das Alte Land ist Hamburgs fruchtbarer Garten, ein 7 km breiter Marschengürtel, der sich am Südufer der Elbe bis hin nach Stade zieht. Ein Ausflug Ende April bis Anfang Mai, wenn im größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Europas mehr als drei Mio. Bäume in Blüte stehen, gilt den Hamburgern quasi als Pflichtveranstaltung. Zu Tausenden holen sie dann ihre Fahrräder hervor und lassen sich per Schiff die Elbe hinabschippern, um anschließend zwischen Lühe und Cranz die Spaziergänger auf den Deichen zu scheuchen. Im Herzen des Alten Landes liegt Jork mit seinen prächtigen Bauernhäusern und der kleinen Barockkirche, in der einst Gotthold Ephraim Lessing zum Traualtar schritt. Rundheum finden sich die Spuren des berühmten norddeutschen Orgelbauers Arp Schnitger; in der Kirche St. Pankratius in Neuenfelde liegt er begraben, hier und in Steinkirchen hinterließ er zwei seiner Orgeln, auf denen im Sommer Konzerte stattfinden.

Unweit von Jork, in Estebrügge, empfiehlt sich unbedingt ein Besuch im Estehof. Voll gestopft mit bäuerlichen Antiquitäten bietet das 300 Jahre alte Fachwerkhaus mit wunderschönem Garten am Ufer der Este eine solide Küche.

In Buxtehude, das den größten innerstädtischen Hafen Norddeutschlands besitzt, lohnt ein Rundgang durch die Altstadt. Von hier aus lassen sich Schiffsfahrten auf der Este oder Kutschfahrten durchs Alte Land organisieren. Im nahe gelegenen Ortsteil Neukloster sind die Kirche sowie eine 250 Jahre alte »Nonneneiche« zu besichtigen.

Stade, einst als Hansestadt für kurze Zeit Hamburg ebenbürtig, besitzt nicht nur in den Augen seiner Einwohner einen der schönsten Altstadtkerne Norddeutschlands. Der große Brand von 1659 hat zwar die meisten mittelalterlichen Gebäude zerstört, doch die nachfolgenden Kriege haben hier weniger Schaden angerichtet als anderswo. Im Schwedenspeicher-Museum (Di-Fr 10-17, Sa/So 10-18 Uhr, Am Wasser West 39) finden sich vom Wikingerschiff über Waffen bis zu Folterwerkzeugen die wichtigsten Errungenschaften bärbeißiger Geschichte. Die erste Apfelsortiermaschine der Welt ist im Technik- und Verkehrsmuseum ausgestellt. Das Freilichtmuseum auf der Insel bietet eine Ansammlung restaurierter Fachwerkhäuser.

  • Alsterlauf
  • Alsterlauf

Der Alsterlauf ist keine Marathon- oder Joggingveranstaltung (obwohl man an der Alster auch laufen kann). Der Alsterlauf ist das Flüsschen oberhalb der in der Innenstadt aufgestauten Binnen- und Außenalster, teils kanalisiert, teils naturbelassen. Mehr als 50 km sind für Boote passierbar. Da reicht dann allerdings nicht mehr das Tretboot, und auch mit dem Ruderboot sollte man sich auf die idyllischen Teiche und Seitenarme der Alster beschränken. Für ernsthaftere Touren kommt nur das Kanu in Betracht (Kennzeichen: spatenförmiges Einerpaddel). Noch sportlicher ist das Kajak (Kennzeichen: Doppelpaddel). Beide Bootsformen gibt es sowohl für eine wie für mehrere Personen. Anders als für Segelboote braucht man keinen extra Schein, nur etwas Mut. Die wichtigste Regel auf dem Wasser lautet: rechts vor links, Dampfer und Schleppzüge haben immer Vorfahrt.

Zum Üben empfiehlt sich ein Rundkurs vom Isebekkanal über den Rondeelteich (gute Hamburger Adresse) und den Leinpfadkanal (noch bessere Hamburger Adresse) in den Goldbekkanal (Kleingartenidylle), den Barmbeker Stichkanal (Fabriken), den Osterbekkanal und zum Schluss über die Alster an. Starten Sie am Isebekkanal: Beim Goldfisch Bootsverleih gibt es auch Picknickkörbe oder Decken in die Boote. Waldemar Wielengowski im Café Isekai brät Ihnen vor- oder hinterher die besten Hamburger Bratkartoffeln.

Auf halber Strecke bietet sich ein Abstecher zum Stadtparksee an - durchaus erwägenswert, falls auf der Freilichtbühne gerade mal wieder Bob Dylan auftreten sollte. Falls Sie schwächeln: Kürzen Sie ab über den Mühlenkampkanal. Im Café Canale (klingeln oder an die Hauswand klopfen) gibt es Kaffee und Kuchen direkt ins Boot.

Nach dieser Tour sind sie fit für Größeres: Gleicher Startpunkt, aber vom Isebekkanal links rum, die Alster hoch, immer gen Norden, so weit die Paddel Sie führen. Wer die Mellingburger Schleuse überwindet, dem stehen weitere 17 km offen, allerdings gegen den Fluss, der sich hier weitgehend friedlich und naturbelassen durch die Landschaft schlängelt. Man bedenke stets: Zurück ist es genauso weit wie hin.

  • Im Duvenstedter Brook
  • Im Duvenstedter Brook

Hamburgs berühmtestes Naturschutzgebiet ist ein Bruchwald, durchsetzt von Mooren, und so, wie es hier aussieht, hat es vor den ersten Rodungen fast überall in der norddeutschen Tiefebene ausgesehen. Nur das Damwild und das Rotwild dürfte, dank des Jägers, der es hegt, damit er was zu schießen hat, deutlich häufiger geworden sein. Deshalb müssen Sie Ihren vierbeinigen Liebling auch zu Hause lassen - Hunde sind im Duvenstedter Brook nicht erlaubt.

Ausgangspunkt aller Wanderungen ist das Naturschutzhäuschen am Parkplatz Duvenstedter Triftweg. Hier bekommt man alle Informationen sowie Kartenmaterial. Mit Glück lassen sich Kraniche, Graureiher, Rohrweihen, Spechte, Eulen, Hirsche, himmelblaue Moorfrösche und Fleisch fressender Sonnentau beobachten. Weil Natur hungrig macht, locken in der Nähe des Herrenhauses zwei Ausflugslokale. Schon 1874 nutzten Bauern die Wartezeit an der Mühle, um in Ruhe in der Wirtschaft ein Bierchen zu zischen. Heute ist die Wohldorfer Mühle ein beliebtes Ausflugslokal, ebenso wie Zum Bäcker.

  • Lauenburg
  • Lauenburg

Zwischen Geesthacht und Lauenburg erstreckt sich das Hohe Elbufer. Zu römischer Zeit verlief hier die Grenze zwischen Sachsen und Slawen. Heute markieren technische Großbauwerke den Flussverlauf der Elbe: Das umstrittene Kernkraftwerk Krümmel lässt sich nicht ohne weiteres besichtigen, dafür aber das Schiffshebewerk Scharnebeck, die weltweit größte Anlage ihrer Art.

Lauenburg blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück; der Schlossberg gilt als südlichster Punkt des nördlichsten Bundeslandes Schleswig-Holstein, und man sollte sich ruhig einen Blick von hier aus ins Niedersächsische gönnen. Historische Gefühle kommen in der Elbstraße dank eines geschlossenen Fachwerkensembles auf, von der Terrasse des Hotels Möller aus lässt sich beim Kaffee die Elbe bewundern.

  • Sachsenwald
  • Sachsenwald

Der Sachsenwald ist das größte geschlossene Waldgebiet Schleswig-Holsteins. Bäume wachsen hier schon seit der Steinzeit, und entsprechend hoch ist die Dichte an Grabhügeln, Denkmälern und sonstigen Funden aus schon vorgeschichtlicher Zeit. Richtig berühmt geworden ist der Sachsenwald, weil Reichskanzler Otto von Bismarck hier seinen letzten Ruhesitz nahm. Grollend hatte sich der Kanzler 1890 aus der Politik zurückgezogen und starb acht Jahre später in seinem Haus Friedrichsruh. Im Alten Landhaus befindet sich das Bismarck-Museum, gezeigt wird alles, was die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg überlebt hat: Briefe, Gemälde, Dokumente. Das Arbeitszimmer Bismarcks ist historisch getreu nachgebildet worden.

Wer es weniger germanisch liebt, dem sei ein Besuch im Garten der Schmetterlinge empfohlen, wo in Tropenhäusern Hunderte von einheimischen und exotischen Schmetterlingen umherflattern. Das ganze Jahr über gibt es auch ein Tässchen Kaffee und Kuchen, draußen dürfen sich die Kinder austoben. Ältere Semester kehren gern voller Rührung ein im Forsthaus Friedrichsruh  - hier trainierte einst der Boxer Max Schmeling

  • Wedeler Marsch
  • Wedeler Marsch

Die Fahrradtour führt durch die Wedeler und die angrenzende Haseldorfer Marsch, durch ein ausgedehntes Feuchtgebiet also, das einst regelmäßig von der Elbe überflutet wurde und heute durch einen Deich abgeschnitten ist. Der Biologe bedauert das, den Radfahrer freut es - stundenlang geradeaus Richtung Nordwesten, immer mit der Nase im (Gegen-) Wind, der in Hamburg ziemlich zuverlässig weht.

Vom S-Bahnhof Wedel geht es über Bahnhofstraße und Rollberg zügig zur Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft am Schulauer Fährhaus. Hier werden die dicken »Pötte« auf der Elbe mit Fahne und Nationalhymne begrüßt bzw. verabschiedet. Von hier geht's direkt auf den Deich. Linkerhand liegt Europas größter Yachthafen, danach heißt es nur noch, den Schafen ausweichen und hin und wieder Weidezaunpforten öffnen (und wieder schließen). Zur Elbe hin dehnt sich ein Süßwasserwatt, landeinwärts die Marsch, durchzogen von der Binnenelbe. Die war mal der Hauptstrom, doch im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Fluss nach Süden verlagert. Rotschenkel, Schnepfen, Schwalben sieht man häufig, auch Regenpfeifer oder Enten brüten hier. Im Winter rasten Wildgänse in der Marsch, und selbst See- wie Fischadler wurden gesichtet. An der Hetlinger Schanze finden Sie die vom Nabu geführte Carl-Zeiss-Vogelstation.

Das Sperrwerk an der Pinnau ist nur im Sommer passierbar, sonst geht es von hier landeinwärts über Audeich, Klevendeich, Moorreger Deich, Haselweg, Kirchenstraße, Glinder Weg, Pinneberger Chaussee und Appen bis nach Pinneberg, wo die S-Bahn hoffentlich wartet.

 
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