Meran hatte seine erste Blütezeit im Mittelalter, als es für rund 100 Jahre die Hauptstadt der Grafschaft Tirol war. Später, unter der Habsburger Monarchie, begann der Aufstieg zur weltberühmten Kurstadt. Scharen von Besuchern genießen heute noch die vorteilhafte Lage und das schöne Stadtbild. Heiße Thermalquellen speisen die neue Therme Meran, die seit Spätherbst 2005 mit 25 Pools, 8 Saunas und Dampfbädern, einem Spa & Vital- und einem Fitnessbereich aufwartet. Die Entwürfe für die 7500 m² große Wellnessoase und das angeschlossene Steigenberger Hotel Therme Meran stammen vom Südtiroler Stararchitekten Matteo Thun.
Das kuppelgekrönte Gebäude mit dem 1914 eröffneten Kursaal ist eines der ansehnlichsten Jugendstilgebäude der Alpen. Es wurde stilgerecht renoviert, liegt im Stadtzentrum und ist Sitz der Kurverwaltung.
Der historische Stadtkern Merans gruppiert sich um die Pfarrkirche und jene alte Gasse, die wegen ihrer offenen Gewölbe zu ebener Erde Lauben genannt wird. Die Fassaden der historischen Gebäude sind teilweise reich verziert und mit Erkern ausgestattet. Von den vier alten Stadttoren sind heute noch das Passeirer, Bozner und Vinschger Tor erhalten.
Am Bau der prächtigen gotischen Pfarrkirche waren mehrere Generationen beteitigt: Während der Chor 1367 geweiht wurde, entstand das Gewölbe des Langhauses erst im 15. Jh. Der dominierende achteckigem Turm ist von 1617.
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Ein Kranz von schönen Dörfern umgibt die Berghänge rund um Meran, darunter Algund, Dorf Tirol und Schenna. Sie profitieren zwar touristisch von Merans gutem Namen, können aber mit ganz eigener schöner Aussicht aufwarten.
Schloss Tirol ist allein schon wegen seiner imposanten Erscheinung in beherrschender Position einen Ausflug wert. Von der Ortschaft Tirol (5,5 km nordwestlich von Meran) ist es auf einem promenadenähnlichen Weg in 15 Minuten zu erreichen. Der Bau beherbergt das Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte.
Schloss Schenna war die ehemalige Residenz des Erzherzogs Johann von Österreich. Im Schloss werden Waffen, Möbel und Gemälde zur Geschichte Habsburgs und Tirols gezeigt. In unmittelbarer Nähe des Schlosses steht das Mausoleum des Erzherzogs Johann aus rotem Sandstein in neugotischem Stil.
Die Seilbahn Dorf Tirol-Hochmut führt zu den Muthöfen, die in extremer Steillage wie Vogelnester am Berghang im Rücken von Dorf Tirol kleben.
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Im Süden und Westen von Meran gruppieren sich rund um Lana - die größte Obstbaugemeinde Südtirols - die Orte Gargazon, Burgstall, Marling, Tscherms und Tisens.
Flankiert von hohen Bergen zieht sich das Passeiertal mit den Hauptorten St. Martin und St. Leonhard von Meran rund 50 km nach Norden hin, wo Timmelsjoch (2509 m, Wintersperre!) und Jaufenpass (2094 m) die Verbindung zu den österreichischen Nachbarn im Ötztal und zum Sterzinger Gebiet bilden. Trotz des Fremdenverkehrs hat sich das Tal seine Ursprünglichkeit erhalten. Es gibt hier noch elf Schildhöfe der Bauernadeligen aus dem 13. Jh., einige mit Schloss- oder Burgencharakter. Am Taleingang in Riffian sind in der Wallfahrtskirche zur schmerzhaften Muttergottes bedeutende sakrale Kunstwerke und gotische Fresken im »Höfischen Stil« des 15. Jhs. zu sehen.
© Marco Polo