Zwar ist Baden-Württemberg seit über 50 Jahren ein Bundesland, doch die Menschen verstehen sich weiter als Badener und Schwaben. Verwechslungen werden empört zurückgewiesen. So spricht am badischen Ufer niemand vom Bodensee als »Schwäbischem Meer«. Für völlig richtig hält der badische Konstanzer dagegen, dass es auf Englisch »Lake Constance« und auf Französisch »Lac du Constance« heißt.
Der friedliche Anblick des Bodensees an schönen Tagen kann trügen. Unwetter können heftig werden. Zwar fragt man sich manchmal, warum die Sturmwarnlichter blinken, doch unerfahrene Bodenseeskipper sollten auf sie achten. Die orangefarbenen Leuchten stehen am Ufer. Eine Starkwindwarnung kündigt die Gefahr von Wind der Stärken 6 bis 8 an: Das Blinklicht leuchtet pro Minute ungefähr 40-mal auf. Bei einer Sturmwarnung blinkt es pro Minute ungefähr 90-mal. Dann besteht die Gefahr von Wind der Stärke 8 und mehr.
Die Handynetze halten sich nicht an Grenzen. Am Bodensee wählen Handys oft in das Netz des Nachbarlands ein. Wer nicht aufpasst, telefoniert zu teuren Weiterleitungsgebühren. Um sicher im Heimatnetz zu bleiben, müssen Sie die automatische Netzwahl ausstellen.
Wer vor dem Konstanzer Hafen mit dem Ruder- oder Tretboot unterwegs ist, sollte auf zwei Dinge achten: den regen Dampferverkehr und die Rheinströmung. Mancher wundert sich, warum es Richtung Rheinbrücke so leicht vorwärts geht - auf dem Rückweg merkt er, warum: Die Strömung des Rheins ist hier kräftig. Die Einheimischen sitzen am Ufer und amüsieren sich, wenn der Bootsverleiher verzweifelte Ruderer und Tretbootfahrer mit dem Motorboot zurückschleppen muss.
Angehende Rennfahrer sollten sich in der Schweiz zurückhalten und die Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten. Hier wird häufig kontrolliert, und auch für Feriengäste gibt es kein Pardon. Und weil in der Schweiz alles ein bisschen teurer ist, müssen Verkehrssünder richtig tief in die Tasche greifen: Wer z. B. 15 km/h zu schnell fährt, muss mit einer Buße von 250 Franken rechnen.


