Das prächtig bemalte Haus liegt etwas versteckt in einem Hof in der Hohenhausgasse. Es ist einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Wohntürme der Stadt. Das Gebäude grenzt mit der Vorderfront an die Wessenbergstraße, wo auch der Namensgeber, ein goldener Löwe, zu sehen ist. Die Fassadenmalerei der Rückfront stammt aus dem Jahr 1580, sie wurde originalgetreu rekonstruiert und vermittelt einen Eindruck von der Farbigkeit im gar nicht so finsteren Mittelalter.
Der unmittelbar hinter dem Bahnhof gelegene Hafen mit dem Stadtgarten ist eine beliebte Flaniermeile mit Restaurants, Biergarten und Eisdielen. Von hier aus startet die Weiße Flotte, Tret- und Ruderboote werden vermietet.
Im ehemaligen Kaufhaus am Hafen, das 1388 als Korn- und Lagerhaus errichtet wurde, tagte während des Konstanzer Konzils das Konklave und wählte Martin V. bei der einzigen Papstwahl auf deutschem Boden zum alleinigen Papst. Seit dem 20. Jh. wird der mächtige Bau als Konzert- und Veranstaltungssaal genutzt.
Hoch ragt der Turm über die Stadt (abends von innen beleuchtet): Das gotische Münster Unserer lieben Frau wurde seit dem 9. Jh. immer wieder umgebaut. Besonders sehenswert ist die Krypta aus dem 9./10. Jh. Die Mauritius-Rotunde aus dem Jahr 940, eine Nachbildung der Jerusalemer Grabeskirche, war Ziel für mittelalterliche Wallfahrer. Das spätmittelalterliche Treppenhaus im Thomas-Chor heißt wegen der engen Windungen »Schnegg« (Schnecke). Bei Führungen während der Sommermonate können Besucher weitere Schätze entdecken.
Direkt am Münster haben Archäologen Ruinen eines bedeutenden spätrömischen Kastells und eines römischen Bades entdeckt.
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Wie im Mittelalter fühlen Sie sich, wenn Sie durch die Gassen des ältesten Konstanzer Stadtteils schlendern. Hier, direkt am Münster, eingerahmt von Bodensee, Rhein und dem Stadtteil Paradies, erwartet Sie die geschichtsträchtige Niederburg. In den romantisch verwinkelten Gässchen geben 80 Läden, Lokale und Werkstätten vielfältige und lebendige Impulse in mittelalterlicher Atmosphäre. Dabei werden hochwertige, zeitgemäße Waren durch die Händler und Werkstätten und ein vielfältiges kulinarisches Angebot, sowohl badischer als auch internationaler Küche, angeboten. Die kleinen Weinstuben runden das Angebot mit vielen regionalen Weinen ab. In der Brückengasse liegt versteckt, hinter einer schweren Holztür, das 1257 von Dominikanerinnen gegründete Kloster Zoffingen. Die kleine Kirche ist zugänglich. Die Touristinformation bietet von April bis Oktober besondere Stadtführungen durch Hinterhöfe und Feuergassen zu den „stillen Örtchen“ des Mittelalters.
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Nach einem Blick auf die reich bemalte Fassade aus dem Jahr 1864 auch in den Innenhof blicken! Das Ensemble besteht unter anderem aus dem Zunfthaus der Leinweber (16. Jh.) und dem spätmittelalterlichen Haus Zum Thurgau. Fassadenmalerei und Wandbilder von 1898 in der Vorhalle des ersten Stockwerks zeigen Szenen der Stadtgeschichte. Kanzleistr. 13/15
In Konstanz ist fast das gesamte Seeufer öffentlich zugänglich. Von der Innenstadt führt der Weg über die alte Rheinbrücke entlang der Seestraße vorbei am Freibad Horn bis zum Fährhafen Staad. Von hier geht es mit der Fähre nach Meersburg, mit dem Bus (Linie 1) in die Stadt zurück oder weiter Richtung Mainau und Litzelstetten.
© Marco Polo